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Interview mit Friedhelm Spiekermann zum Jubiläum der Spiekermann & CO AG

20 Jahre Spiekermann & CO AG – 20 Jahre Miteinander

„Das Partnerschaftliche wird immer ein Leitmotiv für uns bleiben"

20 Jahre ist es her, dass Friedhelm Spiekermann mit seiner frisch gegründeten Spiekermann & CO AG in das Gebäude Kollegienwall 3-4 in Osnabrück einzog. Einiges hat sich seitdem verändert im Unternehmen, nicht nur die Adresse. Vieles ist aber auch geblieben. Im Interview sprechen der einstige Gründer und der heutige Vorstand über Verantwortung, den Mut zur Veränderung und das Festhalten an unverrückbaren Prinzipien.

2001, als das Unternehmen gegründet wurde, zahlte man in Deutschland noch mit der D-Mark. Der Wechsel zum Euro ein Jahr später war nicht der einzige Einschnitt in der Finanzwelt, der zu managen war. Wie viel Veränderungswillen braucht ein Vermögensbetreuer?

Friedhelm Spiekermann: „Anpassungsfähigkeit ist das A und O in einem so dynamischen Geschäft wie der Finanzwelt. Aber die Anpassungen sollten aus unserer Überzeugung immer nur ein Ziel haben: dem Mandanten dienen. Ich habe das Unternehmen seinerzeit gegründet, weil die Banken damals schon einen sehr starken Hang zur Veränderung zeigten, nämlich immer stärker abschlussorientiert handelten. Wo Zielvorgaben für Produkte im Vordergrund stehen, kann nicht mandantengerecht betreut werden. Für uns war deshalb schon immer mindestens ebenso entscheidend, bei aller Flexibilität bestimmte Fixpunkte nicht aus den Augen zu verlieren: Werte, Überzeugungen, Prinzipien, an denen wir festhalten. Das ist die eigentliche Kunst, um weiter bestehen zu können.“

Die Prinzipien, die bei der Gründung galten, haben die Zeit überdauert?

Friedhelm Spiekermann: „Uneingeschränkt ja. Mein Eindruck ist, dass einige dieser Prinzipien mit der Zeit sogar erst ihre volle Kraft entfalten, wie man heute sieht.“

Sebastian Kotte: „Ja, Kontinuität macht uns aus. Unser Vorteil ist, dass Thomas Acker und Dirk Scherz ebenfalls 2001 schon dabei waren und sozusagen den Spirit der ersten Stunde in sich tragen. Manche glauben ja, dass das Festhalten an Werten hinderlich sein könnte in so einem dynamischen Geschäft wie unserem. Wir erleben täglich, dass das Gegenteil der Fall ist. Nehmen Sie die Corona- Krise: Ehrlichkeit, Offenheit, Transparenz, das Partnerschaftliche, das hat uns und unsere Mandant*innen noch einmal näher zusammengebracht.“

Thomas Acker: „Gerade der Teamgedanke ist heute wertvoller denn je, vor allem im Hinblick auf unser inzwischen sehr umfangreiches Portfolio.“

Können Sie das kurz erläutern?

Thomas Acker: „Die Spiekermann & CO AG hatte schon bei ihrer Gründung den Anspruch, kein Anlage-Verkäufer zu sein, sondern ein Lebensbegleiter der Mandant*innen. Inzwischen bieten wir Mandant*innen ein Komplettpaket, wir sind als Berater für alle Dinge rund um das liquide Vermögen aufgestellt. Der Lebensbegleiter können wir aber nur sein, wenn unsere Spezialist*innen in den Einzeldisziplinen gemeinsam für und mit den Mandant*innen arbeiten. Das unterscheidet uns von anderen. Das Partnerschaftliche wird also immer ein Leitmotiv für uns sein.“

Auch der Vorstand agiert ja heute als Team. Ist das ein Vorteil?

Dirk Scherz: „Als Friedhelm Spiekermann 2013 den Vorstand an uns abgab, war uns klar, dass wir zu dritt andere Impulse setzen können, als es als einem Einzelnen möglich ist – vorausgesetzt, man arbeitet tatsächlich im Team miteinander, nicht jeder für sich. Das muss man wollen, und das gelingt uns auch sehr gut. Wir sind in der Lage, im Konsens weitreichende und vor allem tragfähige Entscheidungen zu treffen, die unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigen und notwendige Weiterentwicklungen somit in die richtigen Bahnen lenken. Ich bin sicher, dass das ein Vorteil ist.“

Apropos Weiterentwicklungen: Welches ist die größte Herausforderung der Zukunft für den heutigen Vorstand?

Dirk Scherz: „Unser Geschäft wird enorm schnelllebig bleiben. Umso wichtiger ist, dass wir uns auf eine klare Strategie und ebenso klare Prozesse verlassen können, wenn wieder Unvorhergesehenes passiert. Und wir haben die Aufgabe, kontinuierlich Jüngere in unser Team zu integrieren, die unsere Überzeugungen weitertragen.“

Sebastian Kotte: „Unser Leistungsangebot und auch die Mitarbeiterzahl ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, das soll sich auch so fortsetzen. Entscheidend bei allem Wachstum wird sein, dass wir uns gemeinsam mit den Wünschen und Erwartungen unserer Mandant*innen weiterentwickeln und die Organisationsstruktur dabei weiter sichtbar und transparent bleibt.“

Thomas Acker: „Ich bin überzeugt, die größte Herausforderung der Zukunft wird es immer sein, Vertrauen in die Zukunft zu generieren. Das ist und bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben gegenüber unseren Mandant*innen und unserem Team.“

 

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