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„Zuversicht ist der Kern unseres Denkens“

Herr Kotte, Herr Scherz, es hat schon einfachere Jahre als 2023 gegeben, oder?

Sebastian Kotte: 2023 mit seinen Krisen und Kriegen war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr. Aber hier passt, denke ich, die alte Sportlerweisheit: Wenn du gewinnen willst, musst du dahin gehen, wo es weh tut. Dazu hatten wir im vergangenen Jahr reichlich Gelegenheit - aber es hat sich ausgezahlt. Das positive und zudem besser als erwartete Anlagejahr war jedenfalls kein Selbstläufer, sondern anspruchsvolle Arbeit.


Dirk Scherz: Ich will es mal so sagen: 2023 hat gezeigt, dass es Vermögensbetreuer wie uns braucht. Angesichts der unsicheren globalen Entwicklungen waren wir gefordert, um 2023 unterm Strich zu einem guten Jahr für unsere Mandanten zu machen. Aber das ist schließlich unsere Kernaufgabe: Menschen durch komplexe Zeiten zu begleiten. Das ist uns ganz gut gelungen, denke ich. Jetzt freuen wir uns auf 2024.


Weil das Jahr weniger fordernd wird?

Sebastian Kotte: Weil wir zuversichtlich sind. Zuversicht ist der Kern unseres Denkens. Kein Mensch weiß, welche Überraschungen das neue Jahr bereithält. Aber wenn man fleißig war und weiß, dass man seine Hausaufgaben gemacht hat, geht man mit einem guten Gefühl an neue Dinge heran. Mit Freude sogar. Was immer kommt: Wir sind gut vorbereitet.


Dirk Scherz: Zudem ist der Trend zu erkennen, dass die Erträge wiederkommen. Wir werden 2024 weniger Druck auf die Zinsentwicklung spüren. Das führt in der Wirtschaft zu mehr Planbarkeit und damit höherer Produktivität. Die Zuversicht, dass wir das Geld unserer Mandanten auch in diesem Jahr vermehren, ist jedenfalls kein Zweckoptimismus, sondern steht auf festem Fundament.

 

Und wie blicken Sie selbst als Unternehmen in die Zukunft?

Sebastian Kotte: Wir werden gebraucht, mehr denn je, und das stärkt uns. Die Rahmenbedingungen für Vermögende, deren Zahl tendenziell steigt, werden komplexer. Wir wollen an dieser Entwicklung partizipieren und nutzen dazu die finanziellen Möglichkeiten, die uns der Erfolg der vergangenen Jahre gebracht hat. Wir werden unter anderem in den Personalausbau investieren. Die anstehenden Aufgaben brauchen weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere DNA mittragen.

In welche weiteren Bereiche investieren Sie?

Dirk Scherz: Wir werden uns auch technologisch breiter aufstellen. Digitalisierung ist dabei ein Kernthema. Mit dem Digitalen Vermögenstag am 7. März beispielsweise wollen wir die  Finanz- und Gesellschaftsthemen, die unsere Mandanten interessieren, auf eine digitale – und damit für Viele zugängliche – Bühne stellen. Der große Zuspruch in den Jahren 2021 und 2022 gibt uns recht, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Insgesamt werden wir mit Blick auf sich ändernde Erwartungen in den digitalen Komfort für unsere Mandantinnen und Mandanten investieren – auch in KI, wo dies sinnvoll ist.
 

Sebastian Kotte: Aber nicht auf Kosten der persönlichen Betreuung, wie man es anderswo beobachten kann. Hybrides Mandantenmanagement, das ist es, was wir anstreben. Deshalb treiben wir neben dem technologischen auch den personellen Ausbau voran. Wir wollen unsere Regionen stärken, menschlich und persönlich, denn hier ist noch großes Potenzial. Auch darauf freuen wir uns 2024: Auf neue Mitarbeiter und Mandanten.

Herr Kotte, Herr Scherz, vielen Dank für das Gespräch.

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